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Schlechte Lesbarkeit

Kontext


Was ist nun schlecht lesbar? Ist der Abstand zwischen zwei Wörtern zu groß, will das Auge unwillkürlich in die nächste Zeile abrutschen und muss vom Gehirn zurückgehalten werden, weil das Weiterlesen scheinbar keinen Sinn ergibt. Ist der Buchstabenabstand so, dass zwei Buchstaben zu weit voneinander entfernt sind, muss entschieden werden, ob das ein Wort ist oder zwei. Stehen die Buchstaben zu eng beieinander, so können sie miteinander verschmelzen - "r" und "n" scheinen ein "m" zu sein. Das alles geschieht für den Leser unbewusst, aber er ist in Wahrheit ein wenig abgelenkt. Fesselt ihn der Inhalt wenig, kann das ein Anhaltspunkt für ihn sein, das Lesen abzubrechen.

Wurde bei den bisher genannten Komponenten alles richtig gemacht, so ist gute Lesbarkeit noch immer nicht garantiert. Ebenso kommt es auf das gesamte Layout an. Dieses sollte spannungsreich, aber doch harmonisch sein. Zu spannungsreich wird das Layout in jedem Fall, wenn man den typischen Anfängerfehler macht, möglichst alle verfügbaren Schriften in einem Text zu benutzen - hier gilt: weniger ist oft mehr.

Auch die Papieroberfläche und Papierfärbung spielen für die Lesbarkeit eine Rolle. Glänzende Papiere erschweren die Lesbarkeit, die Färbung des Papiers muss mit der Schrift abgestimmt werden. Sehr feine Schriften oder Schriften mit ausgeprägtem Strichstärkekontrast sind auf hochweißem Papier schwer lesbar.

Um Fehler zu vermeiden, sollte man Regeln für Typographie und Layout beachten.

 

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